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Freie Ծä Bozen

Interkulturelle Pädagogik und Intersektionalität

Semester 1 · 64224 · Bachelor in dzä岹Dz · 5KP · DE


Durch den demographischen Wandel und die Zunahme der internationalen Migrationsströme verändert sich die Gesellschaftszusammensetzung stetig und dies stellt unser Gesellschafts- und Sozialsystem vor große Herausforderungen. Durch die soziale und sprachlich-kulturelle Heterogenität werden unter anderem folgende pädagogische Fragen aktuell: Wie können pädagogische Fachkräfte in der Auseinandersetzung mit dem Eigenen und Fremden unterstützen und eine Pädagogik der Vielfalt leben? Welche Elemente beeinflussen die Identität? Wie kann interkulturelles Lernen fruchtbar gemacht werden? Dabei gilt es, den Kulturbegriff zu analysieren und Elemente interkultureller Kommunikation und Fremdzuschreibungen zu beleuchten, Differenzerfahrungen und Fremdwahrnehmungen kennenzulernen und zu reflektieren.

Lehrende: Annemarie Profanter

Vorlesungsstunden: 18
Laboratoriumsstunden: 20
Anwesenheitpflicht: Laut Studiengangsregelung

Themen der Lehrveranstaltung
- Themen der Interkulturalität, wie z.B. deren Ziele, Ansätze und Inhalte in den aktuellen Diskussionen, auch in Bezug auf Italien und Südtirol - Soziale Strukturen, Erziehungs- und Familiensysteme in den Herkunftsländern der Immigranten in Südtirol - Das Diversity – Prinzip: Ethnizität, Differenz und Hybridität; interkulturelle Konflikte - Ansätze der Interkulturellen Pädagogik wie z.B. Interkulturelle Pädagogik, Assimilationspädagogik, Antidiskriminierungspädagogik, Migrationspädagogik - Intersektionalität und Zugänge der dzä岹Dz - Analyse von Haltungen, Stereotypen und Vorurteilen in Bezug auf kulturelle Unterschiede anhand praktischer Forschungsbeispiele

Unterrichtsform
Vortrag mit medialer Unterstützung und aktiver Beteiligung der Studierenden, vertiefende Gruppenarbeiten, Literaturstudium, diskursive Auseinandersetzung im Plenum, Analyse und Interpretation von Quellen, Tabellen und Grafiken.

Bildungsziele
- Kulturelle/soziale Differenzen und individuelle Unterschiede (bzgl. Sozialzusammenhang, Sprache, Familie, Gender, usw. )anerkennen - kulturelle und strukturelle Grundlagen der Inklusionspädagogik und der interkulturellen Pädagogik verstehen - Globaler und partizipativer Ansatz zur Entwicklung von inklusiven und interkulturellen Kulturen - Strukturen und Praktiken kennen, verstehen und umsetzen - Haltungen, Stereotype und Vorurteile in Bezug auf Unterschiede analysieren - Fachbegriffe kennen und korrekt anwenden - Vorurteilsbewusste Sprache kennen und korrekt anwenden - Theorien und Praktiken der Differenzen, Interkulturalität und Inklusion kritisch reflektieren

Art der Prüfung
Schriftliche Abschlussprüfung (Klausur,) in Form gebundener und/oder offener Fragestellungen (ev. computer based, to be defined).

Bewertungskriterien
Die Gesamtbeurteilung für das Modul wird wie folgt ermittelt: Es findet eine abschließende schriftliche Prüfung statt. Bei der Beurteilung der Leistung im Laboratorium zählt: aktive Mitarbeit, die Beteiligung an Diskussionen mit qualifizierten Beiträgen, das Arbeitsverhalten in der Gruppe bei Gruppenarbeiten, das Einbringen von Erfahrungen und neuer Ideen, schriftliche Ausarbeitung Die darauf basierende Beurteilung des Laboratoriums fließt in die Gesamtbeurteilung des Moduls ein. Gemäß Prüfungsordnung der Fakultät muss für eine positive Gesamtbewertung der Modulleistung die Beurteilung auch für jede zum Modul gehörige Einzellehrveranstaltung positiv sein (sehen Sie dazu auch Artikel 5 der gültigen Prüfungsordnung). Im Fall einer negativen Beurteilung des Gesamtmoduls werden allenfalls positiv bewertete Modulteile beim nächsten Antritt zur Modulprüfung angerechnet. Bitte beachten Sie aber, dass eine negative Beurteilung auch in diesem Fall in die Zählung der Prüfungsversuche einfließt. Laut Prüfungsordnung führt das dreimalige Antreten ohne zu bestehen zu einer Sperrung für drei Prüfungstermine. (sehen Sie dazu auch den Artikel 6, Absatz 4 der gültigen Prüfungsordnung).

Pflichtliteratur

Mantovan, C. (2013). Cohesion without participation: immigration and migrants’ associations in Italy. Patterns of Prejudice, 47(3), pp. 255-261.

 

Mecheril, P., Castro Varela, M. d. M., Dirim, I., Kalpaka, A., & Melter, C. (2010). ѾپDzԲä岹Dz. Weinheim, Basel: Beltz. (ausgewählte Kapitel)

Nohl, A.-M. (2014). Konzepte interkultureller Pädagogik. Eine systematische Einführung. Bad Heilbrunn: Klinkhardt. (ausgewählte Kapitel)

Profanter, A. (2017). A filmic adventure: Women in polygynous marriages in Oman. In E. Maestri & A. Profanter (Eds.), Arab Women 

and the Media in Changing Land- 22 scapes (pp. 123-148). London, New York, et al.: Palgrave Macmillan. ISBN: 978-3- 319-62794-6

 

Profanter, Annemarie (2013). Hic et Ibi: Comprendere (l’)altrove per applicare in luogo. Pedagogia più Didattica. Teorie e pratiche educative. Rivista Quadrimestrale, 3, 59- 64. Erickson. 

 

Profanter, A. (2017). University is a private matter: Higher Education in Saudi Arabia. In D. Cantini (Ed.), Rethinking Private Higher Education. Ethnographic Perspectives (pp. 158-192). Leiden: Brill. ISBN: 978-90-04-26739-8

 




Ziele für nachhaltige Entwicklung
Diese Lehrtätigkeit trägt zur Erreichung der folgenden Ziele für nachhaltige Entwicklung bei.



Modules

Semester 1 · 64224A · Bachelor in dzä岹Dz · 3KP · DE

Module A — Einführung in die interkulturelle Pädagogik

- Konzepte der Migrations- und Differenzpädagogik: Kritische Auseinandersetzung mit Strömungen wie der Interkulturellen Pädagogik, der Assimilationspädagogik, der Antidiskriminierungspädagogik und der ѾپDzԲä岹Dz.
- Diskurse der Interkulturalität: Analyse von Zielsetzungen, theoretischen Ansätzen und aktuellen Debatten unter besonderer Berücksichtigung des Kontextes in Italien und Südtirol.
- Interkulturelle Perspektiven auf Ungleichheit: Analyse der Mechanismen von sozialer Benachteiligung und Bildungsbenachteiligung im Kontext von Migration und Vielfalt.
- Empirische Vorurteilsforschung: Analyse von Haltungen, Stereotypen und Vorurteilen gegenüber kulturellen Differenzen anhand von Forschungsbeispielen.
- Sozial-, Erziehungs- und Familiensysteme: Untersuchung gesellschaftlicher Strukturen sowie Reflexion ihrer Relevanz für den Migrationskontext in Südtirol.

Lehrende: Annemarie Profanter

Vorlesungsstunden: 18
Laboratoriumsstunden: 0

Unterrichtsform
Vortrag mit medialer Unterstützung und aktiver Beteiligung der Studierenden, vertiefende Gruppenarbeiten, Literaturstudium, diskursive Auseinandersetzung im Plenum, Analyse und Interpretation von Quellen, Tabellen und Grafiken.

Pflichtliteratur

Mantovan, C. (2013). Cohesion without participation: immigration and migrants’ associations in Italy. Patterns of Prejudice, 47(3), pp. 255-261.

 

Mecheril, P., Castro Varela, M. d. M., Dirim, I., Kalpaka, A., & Melter, C. (2010). ѾپDzԲä岹Dz. Weinheim, Basel: Beltz. (ausgewählte Kapitel)

Nohl, A.-M. (2014). Konzepte interkultureller Pädagogik. Eine systematische Einführung. Bad Heilbrunn: Klinkhardt. (ausgewählte Kapitel)

Profanter, A. (2017). A filmic adventure: Women in polygynous marriages in Oman. In E. Maestri & A. Profanter (Eds.), Arab Women 

and the Media in Changing Land- 22 scapes (pp. 123-148). London, New York, et al.: Palgrave Macmillan. ISBN: 978-3- 319-62794-6

 

Profanter, Annemarie (2013). Hic et Ibi: Comprendere (l’)altrove per applicare in luogo. Pedagogia più Didattica. Teorie e pratiche educative. Rivista Quadrimestrale, 3, 59- 64. Erickson. 

 

Profanter, A. (2017). University is a private matter: Higher Education in Saudi Arabia. In D. Cantini (Ed.), Rethinking Private Higher Education. Ethnographic Perspectives (pp. 158-192). Leiden: Brill. ISBN: 978-90-04-26739-8



Semester 1 · 64224B · Bachelor in dzä岹Dz · 2KP · DE

Module B — Reflexion sozialpädagogischen Handelns in Diversitätskontexten (LAB)

Im Laboratorium werden Themenaspekte der Vorlesung, die sich für eine vertieften Reflexion eignen, bzw. die eine vertiefte Auseinandersetzung fordern, bearbeitet. In individuellen und gruppenspezifischen Auseinandersetzungen werden praktische Übungsbeispiele und Umsetzungsmodelle in sozialpädagogischen Kontexten ausgearbeitet und reflektiert sowie Gruppendiskussionen zu den Themen angeregt. Studierende lernen Fachbegriffe und vorurteilsbewusste Sprache kennen und korrekt anwenden.

Lehrende: Annemarie Profanter

Vorlesungsstunden: 0
Laboratoriumsstunden: 20

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